Es ist schon interessant, denn den meisten unter uns ist gar nicht so richtig klar, wo genau Lateinamerika liegt. Viele verbinden Lateinamerika mit Mittelamerika. Das würde bspw. die Staaten Panama, Costa Rica und Guatemala betreffen, genauso werden die karibischen Inseln zu Lateinamerika gezählt. Doch wo liegt nun der Unterscheid zwischen Lateinamerika und Mittelamerika?

Mittelamerika als Brücke zwischen Nordamerika und Südamerika

Mittelamerika ist relativ einfach erklärt, denn die Region wird durch das Wort „Mitte“ bereits definiert. Damit stellt Mittelamerika die Region dar, die die beiden Kontinente Nordamerika und Südamerika verbindet. Demzufolge zählen die Staaten Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama und Belize zur Region Mittelamerika. Hinzu kommen die karibischen Inseln wie beispielsweise Kuba, die Bahamas und die Dominikanische Republik. Die karibische Inselwelt ist allerdings sehr vielfältig und besteht aus vielen weiteren Karibikinseln, welche auch als große Antillen und kleine Antillen bezeichnet werden.

Mittelamerika oder Lateinamerika
Palmen wie im Paradies

Unter dem regionalen Begriff „Mittelamerika“ werden also die genannten Länder der Landbrücke und die Karibikinseln subsumiert.

Ist Zentralamerika das Gleiche wie Mittelamerika?

Es ist aber auch verwirrend: jede Menge Begriffe für den amerikanischen Kontinent. Mittelamerika haben wir bereits definiert und können ganz einfach sagen, dass Mittelamerika aus Zentralamerika und den karibischen Inseln (westindische Inseln) besteht. Unter dem Begriff „Zentralamerika“ werden also nur die Länder zusammengefasst, welche auf der Landbrücke liegen. Dabei handelt es sich um eine geographische Gliederung. Apropos: geographisch gesehen, wird die zentralamerikanische Landbrücke zu Nordamerika gezählt.

Lateinamerika ist mehr als Mittelamerika

Die genannten Staaten auf der Landbrücke, zwischen Nord- und Südamerika, liegen gleichzeitig in Mittelamerika. Betrachten wir lediglich die Landbrücke ohne die karibischen Inseln, sprechen wir von Zentralamerika. Soweit haben wir das bereits geklärt.

farbenfrohes Lateinamerika
Das farbenfrohe Lateinamerika bringt gute Laune

Doch nun stellt sich die Frage, was alles zu Lateinamerika gehört und stellen dabei fest, dass Lateinamerika ein sehr großes geografisches Gebiet ist. Lateinamerika ist ein überwiegend politischer und kultureller Begriff. Es sind nämlich alle die Länder gemeint, die zu Mittelamerika und Südamerika gehören. Damit handelt es sich um eine riesige Region, denn nun steht Mexiko zwischen den Stühlen. Je nach Betrachtungsweise, wird Mexiko zu Nordamerika und zu Lateinamerika gezählt. Dabei ist es relativ einfach zu verstehen, woher der Begriff „Lateinamerika“ kommt:

Das Lateinische ist der Ursprung aller romanischen Sprachen, zu denen u.a. Spanisch, Portugiesisch und Französisch gehören. Weil ganz Südamerika und auch Mittelamerika überwiegend durch die spanische und portugiesische Sprache beherrscht wird, wird dieser Region auch als Lateinamerika bezeichnet. In Mexiko ist ebenfalls die spanische Sprache vorherrschend. Obwohl es geographisch gesehen zu Nordamerika gehört, wird es nun zu Lateinamerika gezählt. In Brasilien, einem riesigen Land, wird Portugiesisch als Amtssprache festgelegt. Alle weiteren Länder sind überwiegend der spanischen Sprache zugehörig. Es gibt eine kleine Ausnahme, in der Französisch gesprochen wird, nämlich in Französisch-Guayana.

Neben Französisch-Guayana und einigen Gebieten in denen Niederländisch als Amtssprache dient, wird in Belize Englisch gesprochen. Lateinamerika wird als Region von dem englischsprachigen Nordamerika (USA und Kanada) zwar getrennt, enthält aber auch einige spanisch- und portugiesisch sprechende Lücken.

Was macht Lateinamerika so besonders?

Lateinamerika ist der Inbegriff von Temperament. Es lebt ein Volk, welches bekannt für Salsa und Tango ist. Die Menschen sind also sehr feierfreudig.

Mexiko ist ein riesiges Land mit einer enormen landschaftlichen Vielfalt. Es reicht von der Sonora-Wüste bis hin zu den alten Tempeln der Azteken. Der riesige Sombrero ist vielleicht noch aus der Serie „Speedy Gonzales – die schnellste Maus von Mexiko“ bekannt.

Mittelamerika oder Lateinamerika?
Lateinamerika hat ein karibisches Flair

Costa Rica ist ein Naturparadies und grenzt direkt an Panama. Costa Rica ist ebenfalls für die einsamen, karibischen Traumstrände bekannt. Im Regenwald gibt es viel zu entdecken, die Kokosnuss schmeckt am besten, wenn die frisch von der Palme kommt.

Der Panamakanal ist sicherlich genauso bekannt wie der Panamahut. Was ist mit den karibischen Traumstränden? Eine Bilderbuchkulisse, welche Erholung und Entspannung verspricht.

Tropischer Regenwald in Lateinamerika
Tropischer Regenwald in Lateinamerika

Spazieren wird von Panama nach Kolumbien, stoßen wir auf die Anden. Die Berge beeindrucken durch ihre steilen Felsen und prägen das Landschaftsbild von Südamerika. Damit gehören die Anden aber automatisch zu Lateinamerika.

Dieses lange Gebirge zieht sich von Venezuela, über Kolumbien durch Ecuador und verläuft weiter durch Peru, Bolivien, Chile und Argentinien. Es ist eine sehr lange Gebirgskette die vom tropischen Karibikstrand bis runter in das eiskalte Feuerland reichen.

Die Anden sind ein riesiger Gebirgszug mit gewaltig hohen Gipfeln. Insgesamt sind sie das längste Gebirge der Erde.

Lateinamerika - Mexiko mit langer Geschichte
Mexiko hat eine sehr lange Geschichte

In Brasilien bestaunen wir den Amazonas und begreifen kaum die gewaltigen Ausmaße. Ganze Inseln liegen im riesigen Flussbett.

Südamerika, Mittelamerika und Karibik – all das ist Lateinamerika

Lateinamerika vereint alles, was wir südlich der USA erkunden können. Die Karibik, der Panamakanal und der Amazonas – eine landschaftliche Vielfalt, die sich vom Meeresspiegel bis zu einer Gipfelhöhe von mehr als 6.000 m emporhebt.

bunte Tierwelt in Lateinamerika
Die bunte Tierwelt in Lateinamerika

Es gibt einfach zu viel zu entdecken, das begrenzende Gut ist wieder einmal die Zeit. Doch auf den Hochebenen Perus bleibt der Eindruck, dass die Uhr stehengeblieben ist. Nach einer langen Autofahrt über Schotterpisten, erreichen wir auf einer Höhe von 5.100 m die höchste Stadt der Welt:  La Rinconada!