Südamerika ist der zweite des Amerikanischen Doppelkontinents und grenzt direkt an das Land Panama. Dort finden wir jede Menge Menschen (mehr als 428 Millionen) und eine wahnsinnige Fläche von 17.843.000 km². Damit ist Südamerika der viertgrößte Kontinent der Welt.

Patagonien ist eine kalte Region in Südamerika
Patagonien ist eine kalte Region in Südamerika

Südamerika gehört zu Lateinamerika

Südamerika wird der Region Lateinamerika zugerechnet. Der Grund dafür ist klar, denn die hier gesprochenen Sprachen haben alle einen lateinischen Ursprung und zählen zu den romanischen Sprachen. Der größte Teil der Menschen spricht Spanisch und ein weiterer großer Teil Portugiesisch. Zwar ist Portugiesisch nur in einem Land die Amtssprache, aber Brasilien hat riesige Ausmaße. Lediglich ein paar kleine Exoten bilden die Ausnahme: in Suriname wird Niederländisch gesprochen. Gleiches gilt für die ABC-Inseln Aruba, Bonaire und Curacao. Die Regionen Guayana und Trinidad-Tobago haben Englisch als Hauptsprache.

Wusstest du schon, dass ein Teil von Südamerika zur Europäischen Union gehört? Nein? Dann gehen wir nach Französisch-Guayana. Hier ist die Amtssprache Französisch. Französisch-Guayana ist nämlich kein eigener Staat, sondern ein französisches Überseegebiet. Damit gehört es zu Frankreich und ist so offizieller Bestandteil der Europäischen Union. Natürlich finden wir in den Ländern noch die ursprünglichen Sprachen und kann in Bolivien einen indigenen Sprachstil finden. In Paraguay wird neben Spanisch noch Guarani gesprochen.

Südamerika - Ureinwohner im Regenwald
Die Bewohner des Amazonasbeckens haben es warm

Bis auf die indigenen Sprachen und Guarani finden wir also die romanischen Sprachen vor. Deswegen wird Südamerika zu der riesigen Region Lateinamerika gezählt.

Der Amazonas mit dem tropischen Dschungel

Die Tropen sind eine Klimaregion, welche sich um den Äquator herumschlängelt. Das ist natürlich genau der Grund, weswegen Südamerika von großen tropische Landschaften geprägt ist. Strenggenommen zieht sich der Äquator durch Brasilien, Ecuador und Kolumbien. Der Name Ecuador leitet sich sogar vom Wort „Äquator“ ab.

Das Amazonasbecken ist für die tropische Pflanzenwelt bekannt. Dichte Büsche und viel Wasser sind nur ein Merkmal des Amazonasbeckens. Der riesige Amazonas ist ein Hauptfluss, welcher mit zahlreichen Nebenflüssen einhergeht. Dort wo der Amazonas fließt, finden wir ein Regenwald wie im Bilderbuch. Das gewaltige Amazonasbecken zieht sich durch die Länder Brasilien, Französisch-Guayana, Surinam, Guayana, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und auch durch Bolivien. Es hat eine Fläche von ca. 7 Millionen Quadratkilometer und macht damit ca. 5 % der gesamten Landfläche unseres Globus aus.

Die Anden - Machu Picchu
Die Anden – Machu Picchu

Eine Reise zum Amazonas bedeutet feuchtwarme Klimabedingungen, die schon etwas anstrengend sein können. Die Luftfeuchtigkeit ist schwül und beträgt häufig mehr als 90 %. Zu den typischen Plagegeistern zählen die Moskitos, deswegen sind die Unterkünfte stets von klassischen Bild geprägt: Bett und Hängematte in ein Moskitonetz eingehüllt.

Der Regenwald heißt Regenwald, weil es oft regnet. Allerdings ist das nicht dieses hässliche Regenwetter wie in Deutschland, sondern immer noch angenehm warm. Selbst in Kolumbien gibt es eine riesige Fläche des Amazonas-Regenwaldes, sodass die südlichste Stadt Kolumbiens, Leticia, nicht direkt mit dem Auto zu erreichen ist. Jedenfalls nicht von Kolumbien, sondern nur über einen sehr langen Umweg durch Brasilien.

Die Anden – riesiges Bergmassiv in Südamerika

Südamerika hat nicht nur ein flaches und ausgedehntes Amazonasbecken, sondern spektakuläre Hochgebirgslandschaften an der pazifischen Küste. Die Anden sind mit einer Gesamtlänge von ca. 9.600 km das längste Gebirge der Erde. Damit schlängelt sich das Gebirge von Venezuela über Kolumbien, durch Ecuador bis nach Peru. Von dort geht es weiter nach Bolivien, Chile und Argentinien. Das Hochgebirge beginnt an der schönen warmen Karibikküste und wechselt das palmengesäumte Bild zum ewigen Eis von Patagonien.

Geschmückt wird das Massiv durch 42 Gipfel mit mehr als 6.000 m Höhe und 50 Gipfeln, welche höher als 5.000 m sind. Deswegen gibt es in den Anden viele Menschen die im Hochgebirgsklima aufwachsen und sich mit dem warmen Fell von Lamas und Alpakas schmücken. Gleichzeitig ist das Hochgebirge das höchste Gebirge außerhalb Asiens.

Die Ausläufer reichen bis in die Karibik hinein und führen uns zu tropischen Traumstränden Südamerikas. Kulinarisch findet ein Klassiker der deutschen Küche den Ursprung am anderen Ende der Welt. Die Kartoffel stammt nämlich aus den Anden.

Ein spannender Fakt ist, dass allein in Südamerika 3 der am höchsten gelegenen Hauptstädte der Welt liegen: La Paz (Bolivien), Quito (Ecuador) Sucre (Bolivien) und Bogota (Kolumbien). Bolivien ist gleich zweimal aufgezählt, das hat einen guten Grund: Sucre ist der Regierungssitz und La Paz die Hauptstadt.

Große Bekanntheit erlangte der Andenkondor, welcher zum Inbegriff für Freiheit geworden ist. Imposant zieht er ruhig seine Kreise.

Südamerika - Alpacca in Chile
Das Alpacca kennzeichnet das Andenbild in Chile

Ein klassischer Andenstaat ist Chile. Chile ist auch interessant, denn das südamerikanische Land schlängelt sich auf einer Länge von 4.200 km mit den Anden an der Westküste des Kontinents entlang. Die Länge steht im krassen Gegensatz zur Breite. Denn die breiteste Ausdehnung beträgt nicht einmal 200 km. Von den 4.200 km zieht sich allein die Atacama-Wüste mit 1.200 km von Nord nach Süd. Die Atacama-Wüste ist die trockenste Wüste der Welt. So sieht es dort auch aus. So trostlos das alles erscheinen mag, so überwältigt sind die Besucher.

Atacama in Chile - Südamerika
Die Atacama in Chile ist eine der trockensten Wüstend er Welt