Wer nach Saarburg kommt, sieht sofort die gleichnamige Burg Saarburg. Diese Burg wurde das erste Mal 964 n. Christus erwähnt und schmückt das Landschaftsbild oberhalb der Saar. Die Burg gilt als eine der ältesten Burgen, welche auf einer Erhebung, im Südwesten Deutschlands steht. Es ist eine wunderbare Ruine, zu der es lohnt aufzusteigen. Eine Reise in die Vergangenheit, in der die Architektur noch stabile Bauten hervorbrachte.

Burgruine Saarburg
Die Burgruine Saarburg – Blick von der Saar

Der Aufstieg lohnt insbesondere deswegen, weil es lediglich „ein paar Meter“ nach oben geht und damit nur ein kurzer Spaziergang zu den alten Mauern führt. Von der Burg genießen wir einen hervorragenden Ausblick auf die Saar und die tuckernden Schiffe. Außerdem lassen wir unseren Blick hinunter zur Stadt schweifen und erfreuen uns an den Bergen ringsherum. Die Saarburg selbst zeigt uns einen Turm, zu dem wir über eine Wendeltreppe, hinauf klettern können.

Burgrestaurant
Das Burgrestaurant bietet eine schöne Kulisse

Der Weg kann ganz schön eng werden, manchmal müssen wir sogar den Kopf einziehen. Es ist eben eine kleine Burg.

Der Wasserfall der die Mühlen antreibt

Nachdem wir die Aussicht von der Burg genießen konnten, wird es Zeit, in die Altstadt hinunter zu schlendern. Mitten durch die Stadt, steuern wir auf einen schönen Wasserfall zu. Dort stürzt das Wasser ca. 20 m in die Tiefe.

Leukbach
ruhig zieht der Leukbach durch die Altstadt

Der Leukbach, welcher gemütlich durch die Stadt Saarburg zieht, nimmt am Wasserfall eine ganz andere Geschwindigkeit an und tobt nach unten.

In der alten Stadt Saarburg, wurde schon in den frühen Jahren die Wasserkraft nutzbar gemacht. Das Interessante an der Stadt ist, dass in der Nähe des Wasserfalls drei hintereinandergeschaltete Mühlen stehen. Die Hackenberger Mühle ist heute ein Mühlenmuseum.

Mühlen von Saarburg
Hier befindet sich das Hackenberger Mühlenmuseeum

Das Rathaus, welches am Wasserfall stand, brannte um 1900 ab. Erst 6 Jahre später, wurde das neue Rathaus am Fruchtmarkt bezogen.

Rathaus Saarburg
Das historisch anmutende Gebäude ist eigentlich das „Neue Rathaus“

Saarburg ging von Land zu Land

Die Stadt Saarburg liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz, nicht weit von der Sadt Trier entfernt. Doch sie gehörte nicht immer zu Rheinland-Pfalz. Schon zwischen 1698 und 1760 wechselte die Stadt das Land. Mal gehörte sie zu den Franzosen, mal zu den Habsburgern. 1816 machten sich die Preußen in der Region breit. Klar, dass die Stadt im ständigen Wechsel der Zugehörigkeit lag. Noch heute sind wir in Null-Komma-Nix in Luxemburg und in Frankreich. Weil die Stadt in der Französischen Besatzungszone lag, ging sie 1946 ans Saarland. Das änderte sich aber schon 1 Jahr später, denn am 08. Juni 1947 reichte nun Rheinland-Pfalz in das Territorium.

Ertragreiche Industrie an der Saar

Bereits 1291 wurde Saarburg das Stadtrecht zugesprochen. Seitdem war es eine wirtschaftsstarke Stadt. Dabei spielten die Schifffahrt und die Fischerei eine bedeutende Rolle. Wie wir heute noch an den Weinbergen sehen, ist auch der Weinanbau kein unbedeutender Wirtschaftszweig. Feiern, saufen und futtern wie bei Muttern, das kurbelte schon seit Uhrzeiten die Wirtschaft an.

So erreichte Saarburg bereits in der Geschichte einen erheblichen Wohlstand. Dafür sorgten auch die Webereien und die Gerbereien. Sie brachten den Menschen sichere Arbeitsplätze.

Besonders eindrucksvoll sind die steilen Gassen, auf denen wir mitten durch historische Bauten schlendern.

Evangelische Kirche Saarbrg
Wir überqueren die Saar und blicken auf die Kirche

Die Saarburger Glockengießerei ist bereits seit 1770 in der Stadt und stellte lange Zeit eines der renommiertesten Betriebe der Region dar. Dabei gibt es das Familienunternehmen „Glockengießerei Mabilon“ schon seit 1590. Damals zogen die Handwerker allerdings durch die Landen und gossen die Glocken vor Ort.

Seit Ende 2002 werden keine Glocken mehr gegossen, allerdings bleibt die Alte Glockengießerei als Museum erhalten.

Die große Pfarrkirche St. Laurentius in Saarburg

Beeindruckend ist auch die Pfarrkirche St. Laurentius, die sich mit einem dunklen Schieferdach an der Saar emporhebt. Das Bauwerk ist beeindruckend groß und fällt schon von der anderen Seite der Saar ins Auge. Das erhabene Bauwerk wurde zwischen 1854 und 1856 errichtet. Wegen der Bombenangriffe im zweiten Weltkrieg, musste ein großer Teil der St. Laurentius Kirche, bis 1949 wieder aufgebaut werden.

Kirche St. Laurentius
Kirche St. Laurentius – zwischen Weinberg und Saar

Die drei Bronzeglocken, welche durch Urbanus Mabilon gegossen wurden, überstanden den Krieg und wurden 1962 durch eine weitere Glocke ergänzt.

Faul auf den Berg – die Seilbahn von Saarburg

Saarburg ist nicht nur für Fußgänger relevant, sondern bringt auch die Laufmuffel auf die Berge.

Burg Saarburg
Die Burg Saarburg fügt sich in das Landschaftsbild ein

Mit der Sesselbahn geht es direkt nach oben. den Weinberg hinauf. Sogar einen Yachthafen hat die historische Stadt zu bieten, was uns ein wenig an die Mosel erinnert. Naja, die alte Römerstadt Trier ist ja auch gleich um die Ecke.

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