Oberitalienische Seen dienen oft als Filkulisse Das ist nicht unberechtigt! Die Alpenseen sind umgeben von hohen Bergen und mediterrander Vegetation. Im Prinzip einige kleine Mittelmeere.

Langensee – Der Lago Maggiore

Der Lago Maggiore hat eine Fläche von 212,5 km². Davon liegen 80,1% in Italien und 19,9 in der Schweiz. Der Lago Maggiore wird auch Langensee genannt. Entstanden ist er durch das Abschmelzen eiszeitlicher Gletscher, da der See besonders im Norden von hohen Bergen umgeben ist. Im Winter gibt es dort oben immer Schnee soweit das Auge reicht. Der See ist über 64 km lang und bis zu 10 km breit. Nach dem Gardasee ist es der zweitgrößte See Italiens. Den Hauptzufluss bildet der Fluss Tessin, die größte Stadt am Lago Maggiore ist die Stadt Verbania in Italien.

Cannobio – oberitalienische Seen und die schweizer Grenze

Wenn Ihr den Lago Maggiore am Westufer entlang fahrt, so kommt Ihr von Locarno schnell nach Italien. Die erste größere Gemeinde auf italienischer Seite ist Cannobio.

Picknick in Cannobia, am Lago Maggiore
Picknick in Cannobia, am Lago Maggiore

Cannobio ist einer der schönsten Orte am Lago Maggiore. Dort gibt es immerhin acht Campingplätze. Zusammen mit dem langen Kiesstrand, der Lido genannt wird, ist Cannobio eines der beliebtesten Badeplätze am Lago Maggiore. Wie es es mit Surfen?

In Cannobia auf dem Lago Maggiore surfen, Surfen auf den oberitalienische seen
In Cannobia auf dem Lago Maggiore surfen

Gegen Abend wird die Uferpromenade zu einer Fußgängerzone. Dann tummelt sich alles was Hunger hat, denn die Restaurants und Pizzerien reihen sich aneinander. Die Aussicht auf den See ist wirklich fantastisch. Das ist sicher ein Grund für die große Nachfrage an Abendessen.

Die Uferpromenade in Cannobio wird noch voll
Die Uferpromenade in Cannobio wird noch voll

Feriolo – Oberitalienische Seen und die Ferienorte

Auch der Ort Feriolo ist ein beliebtes Campingzentrum. Im hübchen Dorf findet Ihr eine breite Uferpromenade, die einen Bogen spannt. Der Frühling ist eine tolle Zeit um die Gegend zu erkunden, da im Sommer die Restaurants und die Hotels überfüllt sind. Charakteristisch ist das Restaurant „Battello del Sole„, welches als Schiff auf dem See liegt.

Das Restaurant "Battello del Sole" auf dem Lago Maggiore
Das Restaurant „Battello del Sole“ auf dem Lago Maggiore

Der Comer See – Lago di Como

Der Lago di Como, auch Comer See genannt, ist flächenmäßig der drittgrößte der Oberitalienischen Seen. Nach dem Gardasee folgt der Lago Maggiore und danach gleich der Comer See. Der See mit der besonderen Form ist 55 km lang und erinnert an Fjorde.

Anlegestelle in Mandello del Lario, am Lago di Como, Palmen an den oberitalienische seen
Anlegestelle in Mandello del Lario, am Lago di Como

Obwohl er bezogen auf die Fläche „nur“ der drittgrößte der genannten Seen ist, hat er aber andere Superlativen zu bieten. Seine Küstenlinie ist mit 170 km die längste Küste aller italienischen Seen. Gleichzeitig ist der Lago di Como mit einer Tiefe von 410 m der tiefste See Europas.

Mit dem Boot über den Comer See
Mit dem Boot viel schneller zu neuen Ufern

Normalerweise kennen wir einen See als ein Kreis oder oval. Oberitalienische Seen haben interessante Formen.

Der Comer See aber bildet ein Y. Um das ganze Bild verrückter zu machen, stellen wir das Y auf den Kopf. An den beiden südlichen Enden befinden sich die beiden größten Städte am See: Lecco und Como.

Mandello del Lario, am Lago di Como
oberitalienische seen
Mandello del Lario, am Lago di Como

Das malerische Bild der steilen Hänge an den Seeufern und die mediterrane Vegetation sorgen für hochrangige Besucher. So sind Hollywoodstars, reiche Unternehmer und andere Berühmtheiten stolz darauf, am Comer See Urlaub zu machen. Manche davon haben sich auch Anwesen gekauft, natürlich exorbitant teuer.

Blick auf den Comer See
Blick auf den Comer See

Eine Insel im kleinen Mittelmeer Italiens – Isola Comacina

Wie der Lago Maggiore hat auch der Comer See eine Insel (der Lago Maggiore hat mehr als eine).

Diese eine Insel im Lago di Como ist die Isola Comacina. Diese Insel liegt dicht vor der Westküste des comer Sees. Ihr können sie mit kleinen Motorbooten erreichen oder hinüber rudern. Auf der Insel befinden sich alte Reste von Festungsmauern. Die kleine Insel ist schnell umrundet, es dauert ca. eine halbe Stunde.

Die Isola Comacina im Lago di Como - herrlich die oberitalienische seen
Die Isola Comacina im Lago di Como

Die luxuriösen Villen sind unter anderem dem Wohlstand zu verdanken. Im 15 bis 17 Jahrhundert wurden Seidenraupen gezüchtet und die Seidenindustrie sorgte in Como für große Einnahmen. Zusammen mit dem Bankengeschäft in Mailand entstand eine vermögende Schicht.

San Siro am Lago di Como
San Siro am Lago di Como

Aus diesem Grunde wurde viel gebaut, was wiederum Arbeit brachte. Zusammen mit dem subtropischen Mikroklima ist der Comer See ein herrlicher Platz zum Leben.

Villa Cipressi am Lago di Como
Villa Cipressi am Lago di Como

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