Stockholm ist keine klassische Stadt die auf einem Festland gebaut ist. Die Hauptstadt Schwedens erstreckt sich auf über 14 Inseln der Ostsee, welche untereinander mit mehr als 50 Brücken verbunden sind. Oft wirken die Abstände klein, sodass ein Bummel durch die skandinavische Stadt wie ein Spaziergang durch Venedig in Italien erscheint.

Stockholm ist Klein Venedig
Stockholm wird auch „Klein Venedig“ genannt

Stockholm ist eine ganz besondere Stadt, denn im Sommer wird es nachts nur sehr kurz dunkel. Obwohl es eine Stadt im Norden Europas ist, können die Sommer ordentlich heiß werden, die Winter aber kalt und schmuddelig. Es ist klar, dass die Einheimischen im Frühling, Sommer und im frühen Herbst gerne draußen sind. So sitzen die Menschen im Restaurant oder im Biergarten draußen, wenn es nur geht. Oftmals in eine Decke gewickelt.

Vom Handelsstützpunkt zum Touristenmagnet Stockholm

Die Stadt Stockholm wurde im Jahre 1252 als Handelsstützpunkt gegründet und wuchs in den folgenden Jahren schnell. Nur wenige Jahre später war Stockholm die größte Stadt Schwedens und damit auch Regierungssitz des Königshauses. Eine bedeutende Stadt, früher schon und heute immer noch, war in der Geschichte heiß umkämpft. 1523 gelang es König Gustav Vasa, Stockholm von den Dänen zurück zu erobern.

Eine bekannte Sehenswürdigkeit ist das Nationalmuseum, welches 2018 wiedereröffnet wurde. Das Gebäude wurde bereits 1866 fertiggestellt. Der Architekt war ein Deutscher: August Stüler.

Das Vasa Museum ist eines der top Sehenswürdigkeiten der Stadt und zeigt das alte Schiff, das 1628 den Wellen erlegen war. Das versunkene Schiff wurde genau 333 Jahre später geborgen. Ein wirklich großes und beeindruckendes Schiff, welches zu den größten Kriegsschiffen der Zeit zählte.

Vasa Museum in Stockholm
Die Vasa wurde hervorragend restauriert

Zum Einsatz kam es nicht, denn bereits auf der ersten Fahrt sank das Schiff. Nur ein paar Kilometer vom Hafen entfernt. das rieseige Holzschiff wurde aufwendig geborgen und restauriert. Heute lässt sich die alte Gallone, mit weiteren Relikten in Stockholm bestaunen. Das Vasa Museum steht auf der Insel Djurgården.

Djurgården wird auch als Museumsinsel bezeichnet. Das kommt nicht einfach so, denn auf der Stockholmer Insel finden sich viele Museen. Unter anderem das das ABBA Museum.

Abba Museeum
So sieht also das Abba Museum aus – recht unscheinbar

Wenn wir am Vasa Museum und dem ABBA-Museum vorbei laufen, ziehen wir auch am Skansen vorbei. Wir gelangen in einen schönen Park, der uns wieder eine tolle Aussicht auf die Stadt Stockholm beschert.

Blick vom Frisens Park auf Stockholm
Blick vom Frisens Park auf Stockholm

Das Café Ektorpet ist stark besucht und verbreitet den leckeren Duft. Am Frisens Park erwartet uns die Ölmühle von Waldemarsudde. Ein schöner Anblick.

Ölmühle von Waldemarsudde
Ölmühle von Waldemarsudde

Stockholm eine Seefahrernation

Wie wir es für den Norden erwarten, können wir auf der Museumsinsel, neben dem großen Freilichtmuseum, Skansen, ebenfalls das Nordische Museum und das Wickinger-Museum besuchen. Vikungs, wie die Wickinger auf Schwedisch genannt werden, waren ebenso ein Volk, dass viel auf See unterwags war. Spätestens nach dem Besuch auf der Insel Djurgården wird uns das bewusst. Beim Bummel über Gamla Stan, entdecken wir am anderen Ufer ein ehemaliges Segelschulschiff: Die AF Chapman. Heute dient das Schiff als Jugendherberge und schaukelt uns in den Schlaf.

AF Chapman Stockholm
Die AF Chapman ist ein ehemaliges Seegelschulschiff und heute eine Jugendherberge

Das geschäftige Treiben mit Büros, vielen Arbeitsplätzen und einer Menge Restaurants, findet hingegen in Stockholm City statt. Die City beginnt am nördlichen Ende der Brücke zu Gamla Stan.

Die Altstadt ist eine kleine Insel – Gamla Stan

Die Altstadt Stockholms liegt natürlich auch auf einer Insel. Die Insel nennt sich Gamla Stan. Wie die Bezeichnung „Altstadt“ vermuten lässt, finden wir alte Bauten und enge Gassen vor. In der Altstadt von Stockholm steht das königliche Schloss. Früher wurde es von der Königsfamilie bewohnt, heute finden nur noch repräsentative Tätigkeiten des Königs statt. Interessant ist die tägliche Wachablösung, die einem langen Ritual folgt. Einprägsam sind die beiden Wasserfälle, die links und rechts aus dem Gebäude treten. Eine tolle Idee für einen Springbrunnen.

königlicher Palast in Stockholm
königlicher Palast in Stockholm

Kurz bevor wir die Altstadt von Stockholm, also die Insel Gamla Stan, nach Süden verlassen, schlendern wir am Wasser entlang und kehren im Bröd & Salt ein und lassen uns die typischen Zimtschnecken schmecken. Bröd & Salt ist eine kleine Café-Kette in Stockholm, in der wir Kaffee und Gepäck genießen können. Es gibt aber auch Pizza und Salate. Ein hübsches Café, mit Sitzmöglichkeiten drinnen und draußen.

Bröd & Salt
Bröd & Salt – es gibt heiße Schokolade und Zimtschnecken

Die malerischen Gärten der Insel Södermalm

Wer die Altstadt Gamla Stan verlässt und zur Insel Södermalm läuft, gelangt in ein großes Fitnessstudio. Das Tantolundens Utegym ist allerdings kein normales Fitnessstudio, sondern besteht aus Holzgeräten und steht in einem Park.

Tantolundens Utegym
Tantolundens Utegym – ein Park mit Fitnessgeräten

Jede Menge Sportgeräte stehen zur freien Verfügbarkeit, um alle Muskelgruppen zu trainieren. Tantolundens Utegym befindet sich in einem Park, der frei zugänglich ist und vor sportlicher Aktivität nur so strotzt. Hinweisschilder und Übungsvorschläge sind an den Geräten und an Holztafeln befestigt.

Sportgeräte in Tantolundens Utegym
Sportgeräte in Tantolundens Utegym

Auf jeden Fall lohnt sich auch ein kleiner Bummel durch die hübschen Kleingärten der Insel. Diese sehen wir schon vom gegenüberliegenden Ufer. Viele bunte Häuser prägen den Hintergrund des aktiven Parks.

Kleingärten von Stockholm
Wir sehen schon die Kleingärten von Stockholm

Es ist genau das Bild, was wir von einer skandinavischen Region erwarten. Es ist ein herrlicher Spaziergang mit einem schönen Blick auf das Wasser. Im Norden der Insel Södermalm genießen wir einen wunderbaren Blick auf Stockholm City. Dazu laufen wir einen malerischen Weg entlang. Vom Monteliusvägen schauen wir uns den Sonnenuntergang an. Ein toller Blick auf die Skyline von Stockholm.

Blick von Montäliusvägen auf Stockholm
Blick von Montäliusvägen auf Stockholm

Verlassen wir auch diese Insel und marschieren viele Minuten über die nächste Brücke, dann kehren wir in eine Windmühle ein und lassen uns die leckere Hausmannskost schmecken. Im Restaurant Skanskvarn, der Windmühle, haben wir einen fantastischen Blick aufs Wasser, die Boote und die gegenüberliegende Insel Södermalm.

Mobil in Stockholm – der öffentliche Nachverkehr

Wer nur die Stadt und die unittelbare Umgebung besuchen möchte, braucht keinen Mietwagen. Die Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs von Stockholm, lassen sich bequem über die App „SL“ buchen. Wir können Tickets für Einzelfahrten, 24-Stundentickets oder auch eine Travelcard für 72 Stunden buchen. In der Regel ist das letztere recht praktisch. Selbst die Fahrt zum kilometerweit entfernten Arlanda Airport ist inbegriffen.

Stockholm Central Station
Stockholm Central Station

Zu beachten ist nur, dass der schnelle Weg über den Arlanda Express nicht im Preis enthalten ist. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des SL-Netzes allerings schon. Das dauert nur ein paar Minuten mehr, kostet aber nichts extra. Die Bahn fährt bis Stockholm übers Land und wird dort zu Metro. Mit dem SL-Ticket lassen sich alle Busse und alle Bahnen nutzen. Selbst die Schiffstouren sind dabei, um von Insel zu Insel zu gelangen. Nicht verwechseln mit den Anbietern der „Kaffeefahrten“.

Um die Metro zu nutzen, müsst Ihr Ausschau nach Haltestellen mit einem großen „T“ halten. Meistens führt direkt am Eingang eine Treppe oder Rolltreppe nach unten. Weit nach unten.

Rolltreppe zur Metro in Stockholm
Rolltreppe zur Metro in Stockholm

Um an Stockholm Central Station die Metro zu nutzen, müsst Ihr einfach ganz nach unten fahren. Es geht mehrere Geschosse nach unten. Die Bahn nennt sich auch Commuter Rail oder Commuter Train. Für den Zugang zu den Bahnen, könnt ihr das Ticket in Papierform, oder als App an den Scanner halten.

Wohin mit dem Gepäck?

Deshalb ist es gut zu wissen, dass am Bahnhof, um genau zu sein an Stockholm Central Station sogenannte „Speed Lockers“ vorhanden sind.

Hier finden wir Schließfächer für Gepäck in verschiedenen Größen. Stockholm lässt sich eh mit dem öffentlichen Verkehrsnetz ganz einfach erkunden, sodass sich ein Ausstieg an Stockholms Central Station anbietet.

Wer einen Urlaub in Stockholm macht, aber erst abends wieder nach Hause fliegt, stellt sich die Frage: Wohin mit dem Gepäck?

Gepäckschließfach Stockholm
Speed Lockers heißen die Gepäckschließfächer in Stockholm

Bei den Gepäckfächern kann ein Zeitraum 4 Stunden und 24 Stunden gewählt werden. Der Preis beträgt nicht mal 10 Euro.  Und so funktioniert es:

  • Schließfach aussuchen
  • Gepäck hineinstellen
  • Tür schließen und Hebel wenige Sekunden nach unten drücken
  • Wählen, ob Ihr mit Cash oder Karte bezahlen möchtet
  • Quittung gut aufheben, denn dort ist der Code zum Öffnen aufgedruckt
Speed Lockers Stockholm
Über den Bildschirm macht Ihr Eure Eingaben

Zum Öffnen müsst Ihr einfach den Code eingeben und fertig.

Von Stockholm Central Station sind es nur ein paar Minuten Fußmarsch auf die Insel Gamla Stan, wo sich die Altstadt von Stockholm befindet. Außerdem ist auch die Museumsinsel zu Fuß, in ein paar Minuten, erreichbar.

[pt_view id=“88ac4d9ilz“]