Crailsheim ist die größte Stadt an der Jagst. Die heutige Stadt geht aus einer fränkischen Siedlung des 7. Jhd. hervor. In der Folgezeit gehörte die historische Stadt immer mal woanders dazu. So ging Crailsheim an das Fürstentum Ansbach, danach an Preußen und später an Bayern.

alte Mauern
Alte Mauern schützen einst die Stadt

Danach gehörte Crailsheim zu Württemberg, fiel in die amerikanische Besatzungszone und ist nun im Land Baden-Württemberg. Technisch gesehen wanderte nicht die Stadt Crailsheim umher, aber das versteht sich von selbst.

Prägend sind die Kirchen. Schon von weitem sprießen die Türme in die Luft und kennzeichnen das charakteristische Stadtbild.

Johanneskirche Crailsheim
Die Johanneskirche ist mehrere hundert Jahre alt und 53m hoch

Die Johanneskirche steht schon ein paar Jahre. Immerhin wurde mit dem Bau schon 1398 begonnen. Der Turm der Johanneskirche ist 53m hoch. In mehreren hundert Jahren hatte die Kirche ein wenig einstecken müssen. Der Turm brannte 1643 nieder, wurde aber wieder aufgebaut.

Der kräftige und „die“ schlanke Turm von Crailsheim

Wirklich interessant ist das Turmdoppel. Die Liebfrauenkapelle und das Crailsheimer Rathaus stehen direkt nebeneinander und ragen beide stolz nach oben. Die Liebfrauenkapelle schafft es immerhin auf 42m. 1477 wurde der Turm der prägenden Kapelle errichtet. Nur der Turm des Rathauses ist höher und wirkt etwas stärker. Allerdings fielen 1945 beide Türme den Bomben zum Opfer und brannten aus.

Liebfrauenkapelle Crailsheim
Die Liebfrauenkapelle wirkt neben dem Rathaus etwas schlanker

Ein Kirchbaum für den Wiederaufbau

Auch Crailsheim hat unter den Bomben im zweiten Weltkrieg gelitten. Doch die Natur regt zum Wiederaufbau an.

Der Traubenkirchbaum neben der Liebfrauenkapelle verbrannte ebenfalls durch den Krieg. Allerdings fing er im Frühjahr 1946 wieder an zu blühen. Damit gerechnet hatte aber niemand. Das war ein Motivationsschub für die Bevölkerung. Zügig ging es daran, die Stadt wieder aufzubauen und die Trümmer zu beseitigen.

Crailsheim an der Jagst
Friedlich hebt sich die Johanneskirche hinter der Jagst empor

Crailsheim war eine Stadt mit Mauer und Türmen

Crailsheim war eine ummauerte Stadt. Noch heute ist die Stadtmauer von Crailsheim zu sehen und teilweise gut erhalten. Im Mittelalter gab es nur drei Zugänge zur Stadt. Wie jede historische Stadt gabt es einige Türme, von denen aus die Umgebung beobachtet wurde. Wer ärger machen möchte, wurde so rechtzeitig erspäht und aufgehalten. Heute stehen die Türme stolz und sind ein wahrer Hingucker.

Zeughausturm
Der Zeughausturm in Crailsheim

Ebenfalls prägend ist der Zeughausturm, der noch heute das Stadtbild ziert. Die alten Stadtgräben wurden in der Stadtentwicklung sehr gut integriert, denn bereits 1754 wurden daraus Gärten angelegt.

Der Diebsturm als Gefängnis

Der Diebsturm ragt ebenfalls in den blauen Himmel. Es ist ein schönes Farbspiel. Grüne und dichte Bäume, ein blauer Himmel mit weißen Wolken. Mittendrin ragt der Diebsturm von Crailsheim in die Luft, mit seinem rötlich schimmernden Häubchen und dem alten Mauerwerk.

Diebsturm in Crailsheim
Der Diebsturm wird auch Dörrle genannt

An der nordöstlichen Ecke der Stadtmauer wurde er früher als Gefängnis benutzt. Der kleine Turm wird auch als Dörrle bezeichnet. Aber so klein ist er gar nicht.

Wer einen etwas höheren Turm im ähnlichen Baustil bestaunen möchte, sollte einen Ausflug nach Kirchberg an der Jagst unternehmen. Die Festungsstadt liegt nur ein paar Minuten mit dem Auto entfernt.

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